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von: Sandra | Kategorie(n): Allgemein

1. Oktober 2013
Fernseherproduktion

Millionen Geräte von Fernseher bis Stereoanlage stehen von der Traditionsfirma LOEWE in deutschen Haushalten. Doch nun hat das Elektronikunternehmen Insolvenz angemeldet. Das Verfahren wird in Eigenregie durchgeführt, nachdem das Amtsgericht Coburg einem solchen Verfahren zugestimmt hat. Bis Ende des Monats hofft man auf einen Investor, der in die Firma einsteigt, um sie zu retten. Ein Sanierungsplan sei bereits ausgearbeitet.

Die Absatzflaute, unter der die Branche stöhnt, hatte LOEWE zuletzt sehr zugesetzt. Und auch die Konkurrenz liegt dem Unternehmen schwer im Magen. Samsung und LG Electronics aus Korea sorgen immer wieder für niedrigste Preise. Allein im vergangenen Halbjahr war der Absatz um fast 40% eingebrochen.

Wie die Unternehmensleitung mitteilte, sind sechs Investoren an der Firma interessiert. Daher gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass bis zum Ende des Oktobers eine Lösung gefunden sei. Das operative Geschäft ist für die Zeit bis Jahresende finanziert. Die LOEWE-Aktie allerdings ist innerhalb kürzester Zeit um 4,10 Euro abgesackt.

Kronach in Oberfranken

Kronach in Oberfranken

Die Firma aus Kronach schreibt seit Jahren Verluste. Ein Schutzschirmverfahren wurde beantragt. Allerdings verloren rund ein Drittel der Mitarbeiter bereits ihren Job. Technologie aus Asien und ein dortiger Absatzmarkt waren durch Zusammenarbeit mit dem asiatischen Staatsunternehmen Hisense zustande gekommen. Aber Geldmittel waren im Zuge dieser Rettung nicht geflossen. Durch die nun eingereichte Planinsolvenz wird das Unternehmen entschuldet. Als Erfinder des elektronischen Fernsehens galt LOEWE immer noch als erfolgreiches Unternehmen. Deshalb kann die Unternehmensführung auch mit Hilfe eines Sachwalters selbst versuchen, die Firma zu retten.

Sollte sich ein neuer Geldgeber finden, will das Land Bayern diese Hilfe durch eine Bürgschaft absichern. Jedoch sollen keine alten Schulden übernommen werden.

Bereits vor einigen Wochen hatte man bei LOEWE 150 Stellen gestrichen, um sich für Investoren interessant zu machen. Außerdem sollen günstigere Geräte hergestellt werden und die Vernetzung fokussiert werden. Der klassische Fernsehmarkt ist einfach viel zu sehr rückläufig, um damit das Unternehmen langfristig abzusichern.

Der neueste Clou der Franken ist ein Fernseher, der nach der IFA auf den Markt kommen soll. Dieser hat eine Bildschirmdiagonale von 32 Zoll und kostet rund 800 Euro. Damit  liegt man zwar unter den bisherigen Preisen, aber immer noch deutlich über der Konkurrenz. Allerdings wolle man weiter hochwertige Geräte herstellen, die eben auch ihren Preis haben. Eine bessere Bedienbarkeit und neues Design sollen die Kunden des 1923 gegründeten Traditionsunternehmens überzeugen. Schließlich ist LOEWE der einzige Hersteller, der in seiner 90jährigen Geschichte in Deutschland blieb und nicht in die Billiglohnländer auswanderte. Denn der einzige Standort ist nach wie vor Kronach in Oberfranken.

Bildquelle: © Olga Meier-Sandra / PIXELIO
Bildquelle: © Michaela Süß / PIXELIO







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